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Nr. 7 – Sommer 2026

Ausgabe 7: Iran nach dem Krieg – Sicherheitsarchitektur, strategische Neuausrichtung und die Rolle Europas

Der Krieg zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und der Islamischen Republik hat eine Reihe grundlegender Fragen aufgeworfen, die weit über das unmittelbare Kriegsgeschehen hinausreichen: Wie konsequent verfolgt Deutschland seine sicherheitspolitische Zeitenwende, wenn es um Iran geht? Wie verändert sich Irans sicherheitspolitisches Verhältnis zu Europa angesichts der im Krieg offengelegten strukturellen Defizite seiner Sicherheitsarchitektur? Welche wirtschaftlichen Chancen und Risiken birgt ein möglicher politischer Wandel im Iran für Europa? Und welche Bedeutung behält die Straße von Hormus für die deutsche Industrie und die europäische Preisstabilität?

In dieser Ausgabe:

  • Iran: Ein Versuchsgelände für Deutschlands Zeitenwende — Deutschland erhöht seine Verteidigungsausgaben und beansprucht größere sicherheitspolitische Verantwortung. Im Umgang mit Iran zeigt sich jedoch eine anhaltende strategische Unbestimmtheit: Berlin distanziert sich von der amerikanischen Iran-Politik, ohne eine eigene, kohärente Alternative zu formulieren.
  • Irans Sicherheitslage nach dem Israel-USA-Krieg: Warum Europa an Bedeutung gewinnt — Der Krieg offenbarte erhebliche strukturelle Defizite in Irans Sicherheitsarchitektur — von wiederholten Aufklärungspannen bis zu einer brüchigen Luftabwehr. Gerade diese Verwundbarkeit dürfte Teheran dazu veranlassen, sein sicherheitspolitisches Engagement in Europa auszuweiten, wo politische Zersplitterung und rechtsstaatliche Grenzen strategisch nutzbar erscheinen.
  • Warum der Fall der Islamischen Republik zum Wirtschaftswachstum in Europa und dem Westen beitragen könnte — Eine Studie des WIFO, des wiiw und der Drexel University modelliert die makroökonomischen Effekte einer politischen Transformation im Iran für Deutschland und die Europäische Union — und benennt zugleich die Voraussetzungen, an die ein solches Szenario gebunden ist.
  • Dauerhafte Sicherheit in der Straße von Hormus — Rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und LNG-Handels passiert diese Meerenge. Die Krise des Jahres 2026 verdeutlichte, wie unmittelbar ein einzelner geopolitischer Engpass die deutsche Industrieproduktion, die Lieferketten und die Preisstabilität beeinflussen kann.
  • Waffenstillstand ohne Aussöhnung — Eine kritische Einordnung, die zwischen der Aussetzung von Gewalt und der tatsächlichen Lösung eines Konflikts unterscheidet und davor warnt, Deeskalation vorschnell mit einer Wesensänderung der Islamischen Republik gleichzusetzen.

Fünf unabhängige Analysen und ein Editorial unserer Chefredakteurin Elahe Ramandi nähern sich diesen Fragen aus geopolitischer, sicherheitspolitischer und wirtschaftlicher Perspektive und zeichnen ein differenziertes Bild von Irans Stellung in einer sich neu ordnenden internationalen Ordnung.

7-EN

Issue 7: Iran after the War – Security Architecture, Strategic Realignment, and Europe’s Role

The war between the United States, Israel, and the Islamic Republic has raised a series of fundamental questions that extend far beyond the immediate events of the war: How consistently is Germany pursuing its Zeitenwende in security policy when it comes to Iran? How is Iran’s security relationship with Europe changing in light of the structural deficiencies in its security architecture exposed during the war? What economic opportunities and risks could a potential political transition in Iran present for Europe? And what significance does the Strait of Hormuz retain for German industry and European price stability?

In this issue, we ask:

  • Germany is rearming and speaking of a Zeitenwende—a historic turning point in its security policy. Yet when it comes to Iran, it remains unclear what the new strategy is actually meant to achieve. Does Berlin have a coherent strategy, or merely a wish list of ideals?
  • The war exposed serious weaknesses in Iran’s security architecture, from intelligence failures to fragile air defenses. Why then  might Tehran become even more hostile toward Europe precisely at this moment?
  • A study by WIFO, wiiw, and Drexel University estimates that political change in Iran could generate one of the most significant economic opportunities for Europe over the coming decade. Who would stand to benefit most if this were to happen?
  • Around 20 percent of global oil and LNG trade passes through the Strait of Hormuz. The 2026 crisis demonstrated how quickly disruption at a single chokepoint can affect German industrial production and inflation. What should Europe do to avoid such disruptions.
  • And finally: a ceasefire is not the same as peace with Iran. Why the distinction between de-escalation and genuine conflict resolution is crucial for Berlin’s Iran policy.

Five analyses, plus an editorial by our Editor-in-Chief, Elahe Ramandi.

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